township plotting

Das Projekt
Township Plotting ist ein Kunstprojekt im Rahmen der Reihe „Kunstförderung“ des Kunstbetriebes Sekwenz.
Kinder und Jugendliche zeichnen ihren Stadtteil. Gezeichnet wird „vor Ort“, die Stationen werden in einer Vorbesprechung durch die
Kinder und Jugendlichen erarbeitet und die Routen festgelegt.


Pro Treffen [zwei Zeichenpunkte á zwei Stunden von insgesamt maximal 20 Stationen] zeichnen alle das ausgewählte Stadtteilmerkmal aus ihrer eigenen Perspektive. Zusätzlich zu den Zeichnungen werden auf dem Stadtplan die begangenen Wege aufgezeichnet.
Sie ergeben schließlich das jeweilige „Bewegungsmuster“ der Gruppe. Ziel ist, Township Plotting auf die Reise zu bringen und über das Internet eine Kommunikationsebene über eigene Grenzen hinaus [sei es geographisch – aber auch unser geistiges
Vorstellungsvermögen betreffend] zu schaffen.


Das Projekt soll sich demnach verselbständigen und gleichzeitig werden die betreffenden Orte die nächste Ebene von Netzwerk erschaffen.

Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.” Joseph Beuys
Kunstförderung zur Schulung von Wahrnehmung & Toleranz Bei Kindern und Jugendlichen sind Wahrnehmung und soziale Toleranz einer ständigen Anpassung und Beobachtung unterworfen. Sie sind grundsätzlich offen und neugierig für Unbekanntes an sich und dem Anderen. Sie tarieren mit Hilfe ihrer Begeisterungsfähigkeit ihren eigenen persönlichen Standpunkt und ihre Grenzen innerhalb einer Gemeinschaft aus.
Township plotting fördert und begleitet die Kinder in diesem Prozess. In der Planungsphase werden sie ermutigt, eigene Wünsche zu
formulieren und diesen gemeinsam nachzugehen. Während des Zeichnens erlernen sie spielerisch, dass sich mit jeder physischen

Bewegung das Bild und die Perspektive verändern.
Das Umsetzen ihrer eigenen Beobachtung und ihres eigens ausgewählten Blickwinkels entrückt sie zeitweilig von ihrer Außenwelt. Sie
befassen sich im Stillen mit sich selbst und können darauf vertrauen.


In der Nachbesprechung erleben sie, dass jeder
Blickwinkel etwas Besonderes ist - jede Zeich-
nung macht die Einmaligkeit der Wahrnehmung
des Anderen erkennbar und viele Dinge gesche-
hen parallel - alleine kann man das nicht
alles sehen. Sie begreifen wortlos, dass jede
Interpretation seine Berechtigung hat und
seine eigene Wertschätzung verdient.
Der soziale Ansatz – global denken, lokal handeln
Bewegung schafft immer Bewegung.
Die Kinder werden in ihrem Stadtteil in ihrem
sozialen Rahmen (z.B. Schule, Haus der Jugend,
Kindergarten) unter Einbeziehung der Verant-
wortlichen zur Teilnahme angeregt. Der Beitrag
von allen ist gefragt: Erziehern, Lehrern,
Unternehmen für Ausflugsziele, Druckereien,
private oder öffentliche Förderer. Durch die
Aufforderung zur Teilnahme und Eigeninitiative
entsteht eine gemeinsame Dynamik im Kiez.
Es sind also nicht nur die Kinder, die den Sinn
eines funktionierenden Netzwerkes erleben.
Ziele
Während des Projektes äußern die Kinder auto-
matisch Wünsche und Fragen.
Township Plotting nimmt die Beobachtungen der
Kinder und Jugendlichen ernst und möchte
diese abschliessend verarbeiten und nach Mög-
lichkeiten unterstützen.
Mit zunehmender Anzahl von Stationen weltweit
entsteht die neue Dynamik von Township
Plotting.
Wenn der Stadtteil Ochsenwerder neben einem
Stadtteil wie jetzt Shanghai anhand von Kinder-
und Jugendlichenzeichnungen anzusehen ist,
wird die Spannbreite der kindlichen Wahrneh-
mung und die Unterschiedlichkeit in unserer
Welt sichtbar.
Sammelstelle ist das Internet, über welches
die Projekte zusammenlaufen, archiviert und
verwaltet werden können.
Motivation & Kontinuität
Township Plotting ist um eine kontinuierliche
Fortsetzung bemüht.
Kontinuität, Anerkennung und Motivation sind
direkt miteinander verknüpft.
Township Plotting ist auf ein Miteinander und
Unterstützung angewiesen. Die ersten Pilotpro-
jekte in HH–Ochsenwerder, HH–Finkenwerder, zur
Zeit in HH–Wilhelmsburg und Shanghai beweisen
das. Die nächste Station in HH–St.Pauli
befindet sich bereits in der Vorbereitung.
Im Haus der Jugend in Finkenwerder wurde der
Zeichenparcours weiter fortgesetzt. Der Inter-
netauftritt und ein dazugehöriger Blog befinden
sich in Arbeit. Der „Selbstläufer“ Township
Plotting kann Dank der ersten Pilotprojekte
inhaltlich geplant und konzipiert werden.
Der visuelle Auftritt ist seit Ende 2012 in
Arbeit.
Für den Erhalt dieses Projektes, die Betreuung
und die notwendige Kommunikation nach Aussen
und deren Administration ist Township Plotting
auf Sponsoren angewiesen. Wir freuen uns sehr
über Hilfe und Unterstützung.
Impressum & Anfragen
Jamie Jane
Admiralitaetstr.75
20459 Hamburg
Fon +49 [0]179_7058 426
emailpost@sekwenz.de
www.sekwenz.de
Bankverbindung
Hamburger Volksbank
Konto-Nr.592 975 06
BLZ 201   900   03
St .-Nr. 442   040   0530
Titel – Stadtplan Wilhelmsburg
Jannis, Linus, Nino
Grafikgestaltung
www.ceka.me | Christiane Krämer
Text: Jamie Jane & ceka.me
♥ dank
an
Tammo, Friedian, Lerke,
Brigitte, Maren,
Jutta, Reiner, Sonja &
alle Kindermit freundlicher unterstützung
kunstprojekt aus der serie